Durch die Zerstörung eines Zahnes (durch Karies, Unfall etc.) kann sich der Nerv im Inneren des Zahnes entzünden und im weiteren Verlauf absterben. Dies ermöglicht es Bakterien und andere Mikroorganismen, in den Körper einzudringen und im Knochen oder an der Wurzelspitze Entzündungen hervorzurufen. Durch eine Wurzelbehandlung werden derartige Infektionen beseitigt, der Zahn desinfiziert und durch eine Wurzelfüllung "versiegelt". Diese Behandlung wird auch bei einer sog. Revision durchgeführt; als Revision bezeichnet man die Entfernung einer bereits erfolgten Wurzelfüllung, aufgrund z.B. einer länger bestehenden chronischen Entzündung.
Wie kein anderes zahnmedizinisches Fachgebiet hat die Endodontie in den letzten Jahren ihr Gesicht verändert. Das beruht vor Allem auf der Einführung des Dentalmikroskops in die Zahnmedizin. Bei bis zu 40facher Vergrößerung werden kleinste Strukturen im Zahninneren sichtbar und damit behandelbar. Viele Details des komplexen Wurzelkanalsystems lassen sich erst dadurch erkennen.
Wurzelbehandlungen benötigen viel Zeit, Sorgfalt und Erfahrung. Dr. Jürgen Reier blickt auf eine mehrjährige Erfahrung mit dem Dentalmikroskop zurück. Die Erfolgsaussichten der Endodontie sind hoch, sie werden in der Literatur mit bis zu 95% angegeben. Jedoch erst bei der Therapieplanung der jeweiligen Behandlung erfolgt die genaue Prognose des zu erwartenden Behandlungserfolgs. Dabei bestimmt auch die hochmoderne technische Praxisausstattung den Erfolg unserer Behandlungen mit.